Datenschutzgrundverordnung trifft auch viele Kundenkarten

Flattern dir jetzt auch beinahe tagtäglich E-Mails oder Briefe bzgl. einer neuen Datenfreigabe ins Haus? Knapp ein Monat vor Inkrafttreten der neuen EU-Datenschutzgrundverordnung ersuchen viele Unternehmen die Besitzer ihrer Kundenkarten, eine neuerliche Vereinbarung zu unterschreiben, da die nunmehr strengeren Gesetze dies erfordern. Derartige Aufforderungen bzw. Schriftstücke solltest du dir aber unbedingt genau anschauen, die Herausgabe persönlicher Daten sollte niemals unüberlegt erfolgen!

Hand aufs Herz: Du hast sicherlich auch etliche Kundenkarten in deiner Geldbörse oder auch in einer praktischen App. Wie viele du davon wirklich nutzt bzw. dir etwas bringen, ist allerdings eine andere Frage. Prinzipiell sind Kundenkarten bei Herrn und Frau Österreicher sehr beliebt, wie der Konsumentenschutz erhoben hat: Durchschnittlich besitzen wir fünf Kundenkarten, 75 % der Österreicher haben zumindest ein Stück.

DSGVO regelt Umgang mit persönlichen Daten ganz genau

Du hast für deine Kundenkarten bei Vertragsabschluss eine Vereinbarung unterschrieben. Viele dieser Vereinbarungen sind aber nicht mit den strengen Vorgaben des DSGVO konform. In diesem neuen Gesetz wird ganz genau geregelt bzw. erfasst, zu welchem Zweck Firmen persönliche Daten u.a. ihrer Kunden speichern, wie lange sie dies tun dürfen oder auch, warum und an wen derartige Daten weitergegeben werden. Also wirklich sehr detailliert – was endlich unser aller Daten besser schützt (man denke nur an Facebook & dessen laxen Umgang mit Nutzerdaten …). Den Unternehmen drohen nämlich für einen Verstoß gegen die Datenschutzgrundverordnung Strafen von bis zu 4 % des Jahres-Gesamtumsatzes! Das erhöht die Motivation natürlich ganz ungemein.

Unternehmen wollen Kundendaten weiterhin nutzen dürfen

Es ist also kein Wunder, dass sich Betriebe auch im Hinblick auf ihre Kundenkarten absichern möchten. Verlieren möchten sie die Kunden bzw. deren Daten wie Adresse oder Telefonnummer natürlich nicht, weil diese für Werbezwecke sehr wertvoll sind. Also werden eben die Aufforderungen zwecks neuerlicher Unterfertigung verschickt. Wenn du diese dann neu unterschreibst, steht dem jeweiligen Unternehmen nichts mehr im Wege, deine Daten zu nutzen!

Schau genau – deine Daten sind wertvoll!

Dieses Vorgehen ist natürlich legal – trotzdem solltest du die neuen Vereinbarungen nicht so ohne Weiteres unterschreiben. Davon raten auch Konsumentenschützer eindringlich ab, die momentan mit sehr vielen Anfragen zur DSGVO beschäftigt sind. Was also tun? Überlege dir, ob die Rabatte etc. der Kundenkarte dir wichtig sind und du dafür deine Daten herausgibst. Handelt es sich ohnehin um eine Karte, die du noch nie verwendet hast, entscheidest du dich besser für Datenschutz und gegen das Kundenbindungsprogramm.

Eigentlich eine ganz einfache Rechnung, oder? Und wenn du dir so gar nicht sicher bist, kannst du dich auch an den Konsumentenschutz der Arbeiterkammer wenden, der dich gerne berät. Du bist nicht der Einzige mit ganz vielen Fragen zur DSGVO. Neben Privatpersonen haben auch Unternehmen selbst ihre liebe Not mit der neuen Verordnung und allen damit einhergehenden Verpflichtungen.

Quelle: ORF 

Österreich als „Insel der Seligen“ bei Datenschutz-Verstößen

Am 25. Mai ist es soweit und die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) der EU tritt in Kraft. Die neuen strengen Regeln und empfindlichen Strafen für Unternehmen sollen dem Datenschutz einen neuen Schub geben. In Österreich wird die DSGVO allerdings nicht so heiß gegessen, wie Heise aufzeigt – diverse Ausnahmen sind geplant und gestraft soll überhaupt nur im Wiederholungsfall werden.

Eigentlich soll die DSGVO dem Schutz der Bürger bzw. derer persönlichen Daten dienen. Eine gute Sache also prinzipiell. Die österreichische Regierung sieht das allerdings nicht ganz so eng und hat nun einige Aufweichungen vorgenommen:

1. Firmen: Management muss involviert sein

Gute Nachrichten gibt es zuallererst einmal für die heimische Wirtschaft, in zweierlei Hinsicht: Verstößt eine Firma das erste Mal gegen die DSGVO kommt sie mit einer Verwarnung davon, Strafe muss dann noch keine bezahlt werden. Außerdem haben „normale“ Mitarbeiter quasi Narrenfreiheit – für ihre Verstöße können die Unternehmen nicht mehr zur Verantwortung gezogen werden, sofern die interne Kontrolle funktioniert hat. Erst wenn das Management selbst (zum zweiten Mal) gesetzesbrüchig im Sinne der DSGVO wird, kann dies geahndet werden. Ganz schön praktisch …

2. Sonderfall Behörden & Strafe nur bei Wiederholungstätern

Die oben bereits beschriebene straffreie „Ersttat“ gilt generell. Die Datenschutzbehörde schaltet sich erst bei einem wiederholten Verstoß ein, je nach „Verhältnismäßigkeit“. Noch besser tritt es „öffentliche Stellen“, sie werden überhaupt von Geldstrafen ausgenommen, die immerhin bis zu 4 % des jährlichen Gesamtumsatzes ausmachen können.

3. Spione außen vor – auch ausländische Nachrichtendienste

James Bond hätte seine Freude an Österreich, denn Spione sind von der Richtlinie ausgenommen. Und zwar nicht nur österreichische, sondern sämtliche Nachrichtendienste unabhängig von ihrer Staatszugehörigkeit.

4. „Zuckerl“ für Künstler, Journalisten & Wissenschaftler

Im Namen der Meinungsfreiheit kommen auch die Medien in den Genuss eines neuen Extras: Sie dürfen die Kapitel II, III, IV, V, VI, VII und IX der DSGVO ignorieren und erhalten damit die Erlaubnis, persönliche Daten für journalistische Zwecke zu nutzen. Außerdem gilt das Redaktionsgeheimnis auch für die Datenschutzbehörde.

Der zugehörige Paragraph im O-Ton:

„Auf die Verarbeitung von personenbezogenen Daten durch Medieninhaber, Herausgeber, Medienmitarbeiter und Arbeitnehmer eines Medienunternehmens oder Mediendienstes zu journalistischen Zwecken des Medienunternehmens oder Mediendienstes finden die Bestimmungen der DSGVO keine Anwendung. Die Datenschutzbehörde hat bei Ausübung ihrer Befugnisse gegenüber den im ersten Satz genannten Personen den Schutz des Redaktionsgeheimnisses zu beachten“

Ebenfalls aufgeweicht wurden Teile der DSGVO für künstlerische, literarische und wissenschaftliche Zwecke.

Damit ist aber immer noch nicht Schluss: Über diese ganzen Ausnahmen hinaus wird auch die Videoüberwachung vereinfacht. Wenn es darum geht, jemanden zu schützen, darf sie eingesetzt werden.

Wie du siehst, gibt es für alle möglichen Personengruppen bzw. Unternehmen Ausnahmen, Privilegien & Co. Im Gegensatz dazu werden jenen, die gegen Datenschutz-Vergehen vorgehen, künftig Steine in den Weg gelegt. Besonders hart trifft es gemeinnützige Organisationen wie nyob von Max Schrems (er wurde durch seine Klagen gegen Facebook bekannt), die bisher für Opfer von Datenschutzverletzungen vor Gericht gezogen sind. Ihnen wird die finanzielle Grundlage ihrer Tätigkeit entzogen, da sie nicht dazu berechtigt sind, von Tätern Schadenersatz zu verlangen.

Am 20. April von FPÖ & SPÖ beschlossen

Wie ist es aber jetzt, kurz vor Inkrafttreten der Datenschutzgrundverordnung, überhaupt noch zu diesen Änderungen gekommen? Das Ganze hat einen politischen Hintergrund. Am 11. April wurde an sich noch die „alte“ Gesetzesversion ohne Aufweichungen im Verfassungsausschuss bestätigt – allerdings dann nicht vom Nationalrat, wo die Sozialdemokraten gegen das Gesetz in seiner Ursprungsform stimmten. Nach einigem Hin und Her wurde schlussendlich am 20. April ganz plötzlich das „aufgeweichte“ Gesetz von FPÖ und ÖVP beschlossen. Eine böse Überraschung für all jene, die Wert auf Datenschutz legen und in der neuen DSGVO eine Chance für entsprechende Verbesserungen in der EU gesehen haben.

Quelle: Heise, ORF

Filmportale wie Redtube oder Kino.tv: praktisch, beliebt – aber auch legal?

Gerade erst im Kino, schon bei dir im Wohnzimmer: Unter diesem Motto kannst du mit Services wie kinox.to oder Popcorn Time die allerneuesten Blockbuster fast schon zum Kinostart gemütlich bei dir auf der Couch anschauen. Und das noch dazu kostenlos. Ganz schön praktisch, findest du? Das schon, aber so viel Gratis-Komfort scheint doch eigentlich bereits irgendwie verdächtig zu sein. Könntest du für das vermeintlich harmlose Anschauen von Filmen, Serien & Co abgemahnt werden? Machst du dich gar strafbar damit? Obwohl – Streaming heißt ja nicht, dass du die Daten downloadest. Welches Risiko du mit dem Nutzen von Filmportalen eingehst (oder auch nicht), haben wir uns genauer angeschaut. Natürlich auch im Hinblick auf das EuGH Urteil zum Streaming aus 2017, das für sehr viel Aufregung sorgt(e).

Was genau ist eigentlich Streaming?

First things first: Fangen wir mal ganz zu Beginn an. Ganz klar, meistens interessiert es den User herzlich wenig, wie genau das alles funktioniert. Hauptsache, der Film läuft, wenn das Popcorn bereit ist. Aber es ist nicht uninteressant, sich auch mal mit der Technik zu beschäftigen. Es gibt nämlich verschiedene Arten von Streaming. Genauer gesagt Live- und On-Demand Streaming.

Live-Streaming

Ersteres ist ganz leicht erklärt: Wie der Name schon sagt schaust du dir Streams live & direkt an – zum Beispiel ein Fußballspiel via die Website eines TV-Senders wie ARD. Oder auch ein Live-Konzert. Der Austausch der Daten findet beim Live-Streaming unabhängig vom Server statt.

On-Demand Streaming

Und auch On-Demand haben wir doch schon mal irgendwo gehört. Das ist eigentlich das Gegenteil von Live, wenn man so will. Man kann also beispielsweise den Film o.ä. zurück- und vorspulen, nicht nur direkt anschauen. On-Demand Streaming heißt aber damit auch, dass du Datenpakete des Anbieter-Servers wie beispielsweise YouTube per Internetprotokoll auf deinen PC erhältst und diese auch dort (meist im Cache, dem Zwischenspeicher) gespeichert werden, zumindest in einer komprimierten Form. Nur so ist das praktische Rewind und Fast Forward überhaupt möglich.

Was passiert bei der Zwischenspeicherung?

Damit du den Film ohne Verzögerungen genießen kannst, werden die ersten Sekunden im Cache gespeichert. Deswegen dauert es auch kurz, bevor du losstarten kannst. Nach diesem sogenannten Buffering ist es aber soweit und es geht via Flash-Player dahin. Damit der Film nicht mitten drin stoppt und du gar das Ende versäumt, lädt der Film einfach im Hintergrund weiter. Das heißt, spätestens am Ende des Streamings befindet sich der Film bei dir im Cache.

Dort bleibt er allerdings nicht ewig. Wie lange er gespeichert wird, hängt von deinen Internet-Einstellungen ab. Du kannst dort beispielsweise einstellen, dass der Cache immer gleich geleert wird, wenn du deinen Browser schließt. Also quasi Film fertig schauen, Daten raus aus dem Zwischenspeicher. Oder du setzt ein Limit, dass sich der Cache bei einer bestimmten Größe selbst leert oder wenn du dies manuell veranlasst.

Was sagt die Gesetzgebung dazu?

So viel zu den Fakten. Aber was heißt dieses Zwischenspeichern denn nun aus rechtlicher Sicht? Machst du dich damit strafbar? Die Veröffentlichung von Filmen etc. fällt in das Recht der öffentlichen Zugänglichmachung aus § 19a UrhG. § 15 Abs. 2 Satz 2 Nr. 2 UrhG besagt aber, dass nur der Urheber eines Werkes dieses auch öffentlich zugänglich machen darf. Da du das Werk aber nicht öffentlich machst, sondern das jeweilige Portal, bist du von diesem Paragraphen nicht betroffen.

Allerdings kommt noch ein weiteres Gesetz hinzu, womit die Situation gleich wieder anders aussieht: Du speicherst in deinem Cache beim Streamen eine Kopie des Films. Ein Werk vervielfältigen darf aber wiederum nur der Urheber – also du nicht. Somit entsteht bei jedem Film, den du via solcher Portale streamst und zwischenspeicherst eine Urheberrechtsverletzung. Auch Usenext war kürzlich erst im Mittelpunkt der Urheberrechtsverletzungen. Angesichts deines Filmkonsums steigt gerade Panik in dir hoch? Keine Angst, auf diese harten Tatsachen folgt gottseidank eine gewisse Entwarnung. Ganz so einfach ist die Gesetzeslage dann doch nicht – sonst hätten wohl schon sehr viele Filmfans ein paar Probleme …

Private Vervielfältigung erlaubt

Das Zauberwort, das aus illegal legal macht lautet „privat“. § 53 Abs. 1 Satz 1 UrhG hat dazu Folgendes zu sagen:

„Zulässig sind einzelne Vervielfältigungen eines Werkes durch eine natürliche Person zum privaten Gebrauch auf beliebigen Trägern, sofern sie weder unmittelbar noch mittelbar Erwerbszwecken dienen, soweit nicht zur Vervielfältigung eine offensichtlich rechtswidrig hergestellte oder öffentlich zugänglich gemachte Vorlage verwendet wird.“

Da aber der Portalbetreiber wie oben bereits beschrieben rechtswidrig vorgeht, handelt es sich bei Kopien im Cache doch um eine Urheberrechtsverletzung?

„Offensichtlich rechtswidrig hergestellt“ ist nicht exakt definiert. Aber mit ein wenig gesundem Menschenverstand liegt es schon auf der Hand, dass die neuesten Blockbuster aber auch ältere Serien & Co nicht einfach so gratis sein können. Wenn du sie auf DVD kaufst, kosten sie etwas und auch legale On-Demand-Portale verlangen Geld fürs Ansehen. Du solltest die Augen vor dieser unleugbaren Tatsache nicht verschließen!

Wie im Paragraphen-Dschungel aber nicht anders zu erwarten, ist auch damit noch nicht aller Tage Abend. Hier kommt nämlich noch § 44a UrhG ins Spiel:

Zulässig sind vorübergehende Vervielfältigungshandlungen, die flüchtig oder begleitend sind und einen integralen und wesentlichen Teil eines technischen Verfahrens darstellen und deren alleiniger Zweck es ist,
1. eine Übertragung in einem Netz zwischen Dritten durch einen Vermittler oder
2. eine rechtmäßige Nutzung
eines Werkes oder sonstigen Schutzgegenstands zu ermöglichen, und die keine eigenständige wirtschaftliche Bedeutung haben.“

Wie man es auch dreht und wendet hat der Gesetzgeber grünes Licht für das Nutzen von kostenlosem Film-Streaming gegeben, da es sich bei den Kopien nur um zwischengespeicherte Daten handelt – also flüchtig und begleitend. Du kannst also aufatmen  – kurz …

EuGH Urteil nimmt auch Nutzer in die Pflicht

2017 kam es allerdings zu einem neuen Urteil des Europäischen Gerichtshofs, das seitdem für ziemlich viel Spekulationen und auch Angst sorgt. Damals wurde nämlich entschieden, dass du auch dann eine Urheberrechtsverletzung begehst, wenn du dir einen Film etc. anschaust, der offensichtlich NICHT legal ist. Dies ist besonders der Fall, wenn es sich um aktuelle Kinoproduktionen handelt, denn hier muss der Nutzer eigentlich definitiv wissen, dass ein solcher Inhalt nicht legal kostenlos sein kann. Selbst das Recht auf Privatkopien laut § 53 Abs. 1 Satz 1 UrhG lässt hier aus.

Horrorszenario jedes Nutzers: Abmahnung

Mit diesem Urteil kam auch eine Welle an sogenannten Abmahnungen – also „Post vom Anwalt“, der den User des illegalen Streamings bezichtigte und dafür Geld bzw. auch das Unterschreiben einer Unterlassungserklärung verlangt. Die Rechtslage dahinter ist aber umstritten, da Streamen ja prinzipiell nur ein Abrufen und keine Weitergabe etc. ist. Viele Anwälte, deren neuester Sport eben das Abmahnen ist, sind da anderer Meinung und sehen das Zwischenspeichern im Cache schon als Urheberrechtsverletzung. Und das EuGH-Urteil gibt ihnen bei offensichtlich illegalen Inhalte damit auch recht. Wir sind gespannt, was sich hier noch tun wird. Aber eines ist sicher: Das Thema Abmahnung kann auch von dir und mir als „harmlosen“ Nutzern nicht mehr als lächerlich abgetan haben. Zumal du durch deine IP-Adresse nicht anonym bist und dein ISP deine Daten auf Aufforderung des Gerichts herausgeben muss. Solltest du jemals eine Abmahnung erhalten, behandle diese aber mit Vorsicht. Im Internet finden sich zwar zahlreiche Tipps dazu, aber wie immer im juristischen Bereich kann man sich da ganz schnell die Finger verbrennen und finanziell ordentlich draufzahlen.

Achtung bei Filesharing: Risiko-Portal Popcorn Time

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Unterscheidung zwischen echtem Streaming und Filesharing. Vielleicht ist euch ja schon Popcorn Time untergekommen, die zurzeit sehr beliebt sind. Aber Achtung: Dass es sich hier um ein Streaming-Portal handelt ist ein Irrglaube! Popcorn Time arbeitet mit Filesharing und Filesharing hat schon wieder eine andere Rechtsgrundlage, weil du die Inhalte direkt auf deinen PC downloadest. Hier gibt es auch Beispiele „unwissender“ User, die aufgrund des Nutzens von Popcorn Time eine Abmahnung erhalten haben – wie Luisa N. Am besten machst du dich schlau, welche Portale legal Filme anbieten, beispielsweise hier.

Plattform-Betreiber sind im Falle des Falles klar strafbar

So sieht es für den Streaming-User aus. Für Plattformbetreiber gelten natürlich härtere Strafen. Wer ohne Einwilligung der Urheber (Filmfirmen etc.) urheberrechtlich geschützte Inhalte online stellt, begeht eine Urheberrechtsverletzung. Er wird entweder „nur“ abgemahnt und/oder kommt mit seinem illegalen Angebot sogar in den Bereich eines Straftatbestandes. Nicht ohne!

Eines ganz zuletzt: Lass dir durch diese doch recht happige Lektüre nicht den Spaß an Filmabenden per Streaming verderben. Pass einfach nur ein wenig besser auf, damit du nicht unwissentlich in eine böse und teure Falle tappst! Ob und wie ein VPN dir gegen Abmahnungen helfen kann erfährst du hier.

Quelle: https://www.e-recht24.de

Die 7 wichtigsten Tipps & Infos zum Thema Bitcoin

Bitcoins geistern ja seit geraumer Zeit durch die Medien – hochgepriesen als DAS neue Zahlungsmittel oder ganz im Gegenteil verteufelt … Du würdest Bitcoin auch gerne mal ausprobieren? Kein Problem, du solltest dich aber vorher ein wenig damit beschäftigen. Denn Bitcoin-Transaktionen funktionieren doch anders als „normale“ Geldüberweisungen. Eines ist aber bei allen Verschiedenheiten klar: Egal ob Euro, Dollar oder Bitcoin – sie haben allesamt einen Geldwert und sollten entsprechend mit Sorgfalt behandelt werden. Was du sonst noch über Bitcoin wissen solltest – wir verraten es dir!

1. Pass auf deine Geldtasche auf

Würdest du deine „echte“ Brieftasche einfach so öffentlich herumliegen lassen? Oder mit Tausenden von Euro darin nachts durch dunkle Viertel ziehen? Eher nicht, oder? Und genau das solltest du auch mit deiner Bitcoin-Wallet vermeiden. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, diese optimal abzusichern. Zu derartigen Vorkehrungen zählen beispielsweise die Verschlüsselung der Wallet, der Schutz durch Multisignatur und Zwei-Faktor-Authentifizierung, regelmäßige Software-Updates und auch das Ziehen von Sicherheitskopien. Und nicht zu vergessen: Bewahre dein Vermögen an einem sicheren Ort (offline) auf, in deine Wallet gehört nur die Menge an Bitcoins, die du für den Alltag brauchst.

2. Du kannst eine Bitcoin-Zahlung nicht selbst widerrufen

Beim Bezahlen geirrt und die Überweisung schnell mal rückgängig machen? Nicht mit Bitcoins! Du kannst Zahlungen mit Bitcoins nicht rückgängig machen. Die einzige Möglichkeit, sie zu widerrufen ist, dass der Empfänger sie dir retourniert. Also: Mache keine Geschäfte mit nicht vertrauenswürdigen Unternehmen! Tippfehler und ungültige Adressen erkennt Bitcoin allerdings schon, du läufst also im Normalfall nicht Gefahr, deine Bitcoins unwiderruflich ins Nirwana zu schicken …

3. Bitcoin steckt noch in den Kinderschuhen

Was passiert morgen mit deinen Bitcoins? Welche neuen Services wird es geben? Interessante Fragen – die dir aber (noch) niemand beantworten kann. Bitcoin ist quasi ein Experiment, ganz neu und stetiger Weiterentwicklung unterworfen. Das ist einerseits natürlich gut und spannend – und könnte viel Potenzial bieten. Aber wie das mit Erfindungen so ist, kann alles Mögliche passieren. Fixe Vorhersagen unmöglich!

4. Flop oder Top binnen Sekunden

Jeder kennt die unglaublichen Storys vom Nerd, der dank Bitcoin über Nacht zum Millionär wurde. Oder aber die weniger tolle Geschichte vom Bitcoin-Millionär, dessen Vermögen binnen Stunden plötzlich halbiert war. In beiden Fällen heißt das Zauberwort „volatil“. Der Bitcoin-Preis ist massiven und unvorhersehbaren Schwankungen unterworfen, sowohl nach oben, als auch nach unten. Bitcoin ist also eine sehr riskante Vermögensanlage. Überlege dir gut, wie viel deines Geldes du in Bitcoin anlegen möchtest. Niemals mehr, als du dir im Verlustfall leisten kannst! Wenn du Zahlungen mit Bitcoins erhältst, schaue, dass du diese schnellstmöglich in deine Währung umwandeln kannst.

5. Erhöhe die Sicherheit durch Bestätigungen

Im Anschluss an eine binnen Sekunden verteilte Bitcoin-Transaktion dauert es ca. 10 Minuten, in denen die Transaktion zwar als bestätigt aber noch als umkehrbar gilt – was unehrliche User ausnutzen könnten. Hier lautet das Motto: Abwarten und Tee trinken (oder eine kleine Transaktionsgebühr veranschlagen). Damit du nicht auf unsichere Transaktionen hereinfällst, solltest du möglichst viele Bestätigungen abwarten. So läufst du nicht Gefahr, einer umkehrbaren Bestätigung auf den Leim zu gehen.

6. Das Finanzamt verzichtet auch bei Bitcoin nicht auf Steuern

Klar: Bitcoin ist neu und keine offizielle Währung. Das heißt aber noch lange nicht, dass du nicht zur Zahlung von diversen Steuern für deine Bitcoins verpflichtet bist. Mach dich unbedingt vorab schlau, welche Gebühren, Steuern etc. anfallen. Unwissen schützt auch in der Bitcoin-Welt vor Strafe nicht!

7. Schütze deine Privatsphäre

Bitcoin-Transaktionen werden im Netzwerk gespeichert und sind öffentlich. Jeder, den es interessiert, kann nachschauen, welcher Kontostand und welche Transaktionen sich hinter einer Bitcoin-Adresse verbergen. Deswegen musst du aufpassen, keinerlei deiner persönlichen Daten bei Transaktionen zu verraten, um keine Verbindung zwischen dir und der Bitcoin-Adresse herzustellen. Das ist aber nicht wirklich einfach, da du beim Kauf von Waren oder Dienstleistungen meist deine Daten angeben musst – und schon bist du nicht mehr anonym. Benutze am besten immer neue Adressen für Zahlungen und passe in öffentlichen Netzwerken besonders auf.

Mit diesen wichtigsten Infos zum Bitcoin bist du fürs erste Probieren jedenfalls mal gerüstet. Wir wünschen dir viel Spaß beim Ausprobieren – und möglichst gute „Kursentwicklungen“. In die richtige Richtung, versteht sich. Weitere gute Infos zum Thema findest du übrigens hier.

FP-Gesetzesnovelle: Unkontrollierte Datenabfrage von Polizei sorgt für Aufruhr

Die Polizei soll unser Freund und Helfer sein. Aber gibt ihr das auch das Recht, unkontrolliert und unprotokolliert Daten automatisiert abzufragen? Genau das plant nämlich FPÖ-Innenminister Herbert Kickl in einer Gesetzesnovelle, die ab Ende Mai gilt.

Bisher war es Polizisten zwar natürlich auch möglich, personenbezogene Daten im sogenannten EKIS (Elektronisches Kriminalpolizeiliches Informationssystem) abzufragen – aber der Zugriff wurde protokolliert. Jede einzelne Abfrage musste auch dem jeweiligen Polizisten zugeordnet werden können. So steht es zumindest im momentanen Sicherheitspolizeigesetz:

„Jede Abfrage und Übermittlung personenbezogener Daten aus der zentralen Informationssammlung und den übrigen Informationsverbundsystemen ist so zu protokollieren, dass eine Zuordnung der Abfrage oder Übermittlung zu einem bestimmten Organwalter möglich ist.“

Wobei auch diese Regelung bis dato nicht ganz so heiß gegessen wurde: So wurde nicht immer geprüft, sondern es wurden Stichproben durchgeführt. Laut futurezone gibt es zumindest einen dokumentierten Missbrauchsfall. Aber seien wir uns ehrlich: Bei 30.300 Polizeibeamten, die ALLE die Möglichkeit des Datenzugriffs haben, ist die Wahrscheinlichkeit dann doch recht hoch, dass eben nicht immer alles ganz korrekt zu geht. Missbrauch ist also eigentlich vorprogrammiert. Und wir haben mit dem neuen Gesetz dann keinerlei Möglichkeit mehr, diesen Missbrauch mit einer Beschwerde zu ahnden bzw. es lässt sich nicht mehr nachvollziehen, wer auf unsere Daten zugegriffen oder diese gar illegal weitergegeben hat.

Was im alten Gesetz noch in Ordnung kling, hört sich im neuen nun so an:

„(3) § 50 DSG gilt mit der Maßgabe, dass die Zuordnung zu einem bestimmten Organwalter bei automatisierten Abfragen nicht erforderlich ist. Die Protokollaufzeichnungen sind zwei Jahre aufzubewahren und danach zu löschen. Von der Protokollierung ausgenommen sind automatisierte Abfragen gemäß § 54 Abs. 4b, es sei denn, es handelt sich um einen Trefferfall.“

Aufruhr bei den anderen Parteien

Nicht nur Fachleute kritisieren die Gesetzesnovelle. Auch die Polit-Kollegen von Kickl haben ihre, ganz andere Meinung, dazu: Die Liste Pilz spricht beispielsweise von einer „unglaublichen Datenschutzlücke“, welche durch das Gesetz entsteht. Außerdem beschuldigt sie den Innenminister, „blaue Schafe“ bei der Polizei auf diesem Wege schützen zu wollen. Nicht so weit hergeholt – wir erinnern uns dann doch an den einen oder anderen Fall, wo sich blaue Funktionäre unerlaubt am internen EKIS-System bedient und Polizeidaten ausgehoben haben … Auch SPÖ und NEOS gehen auf Konfrontationskurs, ihnen stößt besonders auf, dass das Widerspruchsrecht mit dem Gesetz Geschichte sein soll. SPÖ-Datenschutzsprecher Walter Bacher fordert im Hinblick darauf ein Experten-Hearing. Und von den Seiten des österreichischen Rechtsanwaltskammertages kommt der Einwand, dass mjit der Gesetzesnovelle zum Großteil „das Widerspruchsrecht der Betroffenen vollständig eingeschränkt wird“.

Reaktion des BMI: „automatisiert“ heißt das Zauberwort

Zuguterletzt wollen wir aber auch das Innenministerium als Stein des Anstoßes zu Wort kommen lassen: Laut Stellungnahme des BMI seien nur „automatisierte“ Abfragen wie beispielsweise von einem Kennzeichenerfassungssystem auf der Autobahn betroffen (siehe Auszug aus dem Gesetz oben), nicht aber personenbezogene Abfragen. Hier soll alles bleiben wie gehabt. Lediglich die Dauer der Aufbewahrung wird gekürzt, um Speicher zu minimieren. Gut und schön. Aber „automatisch“ lässt sich bei Bedarf wahrscheinlich auch auf verschiedenste Art und Weise interpretieren bzw. lässt dies der Polizei doch auch einigen neuen Spielraum für nicht nachvollziehbare Massenabfragen offen. Wenn ihr mehr wissen wollt: Details zum Thema Datenschutz des BMI finden sich hier.

Anzeige gegen A1 wegen Kundendaten-Speicherung über Jahre

Es vergeht kaum ein Tag, an dem nicht neue Datenskandale auftauchen. Nicht nur Gigant Facebook steht im Kreuzfeuer der Kritik, auch in Österreich gibt es einen schwerwiegenden Datenmissbrauchs-Verdacht: Dieser Tage wurde durch den bekannten Anwalt Ewald Scheucher gegen A1 Telekom bei der österreichischen Datenschutzbehörde eine Anzeige eingebracht. Darin wird dem Konzern vorgeworfen, Kundendaten unberechtigterweise jahrelang gespeichert zu haben. A1 hat als Reaktion auf die Anzeige seine interne Revision zur Aufklärung eingeschaltet.

Namhafte Kunden, fragwürdige Internetseiten …

Konkret wurden laut der Anzeige Daten zu zehntausenden Kunden aus den Jahren 2013, 2014, 2015 und darunter „ohne gesetzliche Grundlage, ohne Einwilligung der Betroffenen und zeitlich unbegrenzt“ gespeichert, schreibt der Kurier. Betroffen seien neben Kunden von A1 auch jene von Bob und Red Bull Mobile. Darunter Privatpersonen genauso wie Businesskunden – beispielsweise die ÖBB, politische Parteien, Anwaltskanzleien, Versicherungen oder das Rote Kreuz, um nur einige zu nennen. Laut Kurier ist die Kundenliste ganze 700 Seiten lang … Der Kurier konnte nach eigenen Angaben eine Datei mit über 14.000 Fällen einsehen, die auch Standorte der Kunden und sogar abgerufene Internetadressen beinhaltete! Und wie wir alle wissen, können solche Infos schon auch mal pikant werden. So auch hier – in den Fällen wurden nämlich beispielsweise auch besuchte Pornoseiten eines Firmenkunden angezeigt …

Wie sieht die Rechtslage aus? Was dürfen Unternehmen?

Klingt ziemlich heftig, oder? Wie sieht aber tatsächlich die Rechtslage zum Thema Speicherung von Kundendaten aus? Was dürfen Unternehmen und was nicht? An sich dürfen Kundendaten nur für drei bis sechs Monate gespeichert werden. Ausnahmen ergeben sich in strittigen Fällen oder Verfahren bzw. auch Rechtsstreitigkeiten, beispielsweise wenn Rechnungen beeinsprucht werden. Aber die Speicherung mehrere Jahre lang lässt sich auch damit nicht erklären und es entsteht eine Datenschutz-Verletzung beim Kunden. Anwalt Scheucher sieht die Speicherung von bis zu fünf Jahren, wie es bei A1 der Fall war, auf Anfrage des Kuriers als „illegal“ an.

A1 ist „um Aufklärung bemüht“ & hat interne Revision eingeschaltet

Zustande kommt diese Speicherung von Daten angeblich dann, wenn ein Kunde sich beschwert. Dann wird ein Bearbeitungsfall angelegt, in dem sämtliche Daten zusammengesammelt werden. Und schon haben wir die unrechtmäßige Speicherung! Die Nachricht über die Anzeige schlug natürlich Wellen. A1 reagierte mit einer Stellungnahme an den Kurier, in dem es Aufklärung und ggf. auch entsprechende Maßnahmen versprach. Die Interne Revision des Unternehmens nimmt sich der Sache an.

Die besten 5 Tipps, um deine Sicherheit im Internet zu verbessern

Ganz klar: Wir sind von Technik umgegeben und sie verbessert unser Leben – aber manchmal macht sie uns echt zu schaffen. 2017 war in diesr Hinsicht ein heißes Jahr: Passwörter wurden geleakt, Malware-Attacken griffen um sich und sorgten für Panik, Daten wurden gestohlen, Privatsphäre-Gesetze wurden vom Kongress gekippt, Netzneutralitäts-Gesetze aufgehoben … Sogar ein seit langem vertrauenswürdiges Wi-Fi Sicherheitsprotokoll, das von Millionen Usern verwendet wird, wurde als unsicher und leicht zu hacken eingestuft. Eine ganz schön lange Horror-Liste. Du kannst zwar nicht alle Cyber-Gefahren verhindern, aber du kannst dein digitales Leben durchaus sicherer machen. Das bedeutet, Hacks und den Verlust von persönlichen Daten zu vermeiden und damit weitaus weniger Stress ausgesetzt zu sein. Und weniger Stress heißt mehr Gesundheit. Das klingt doch gleich viel gemütlicher, als anstrengende Trainingseinheiten im Fitnessstudio, oder? Also, worauf wartest du noch! Tue etwas für deine Gesundheit, spar dir den Sport und trainiere stattdessen unsere Top 5 Online-Sicherheits-„Übungen“!

#1: Sichere deine Passwörter

Passwörter schützen deine persönlichen Daten online. Entsprechend umsichtig solltest du mit ihnen umgehen. Natürlich ist es verlockend, immer die gleichen oder total einfachen Passwörter auszuwählen. Der Name deines Hundes plus dein Geburtsdatum für alle deine Accounts – der Traum jedes Hackers. Mach das bitte nicht! Starke, einzigartige Passwörter sind ein Muss. Du hast wahrscheinlich Dutzende von Online-Accounts: E-Mails, Online-Banking, Social Networks, noch mehr E-Mails, E-Shops – Tatsache. Und das ergibt natürlich eine ganze Menge an Passwörtern.

Lebensretter Passwort-Manager

Keine Angst, du musst dir nicht alle deine Passwörter merken. Passwort-Manager sind wahre Lebensretter und schützen deine sensiblen Daten. Besorge dir einen vertrauenswürdigen Passwort-Manager wie beispielsweise LastPass und schon bist du auf der sicheren Seite. Diese Tools generieren einzigartige, lange Passwörter und speichern diese unter einem Master-Passwort – und genau dieses ist das einzige, das du dir wirklich merken musst.

#2: Verwende eine Zwei-Faktoren-Authentifizierung

Passwörter sind gut, Passwörter sind großartig, Passwörter sind notwendig. Aber die digitale Welt ist an einen Punkt angekommen, an dem Passwörter nicht mehr ausreichen, um Online-Accounts komplett vor unerwünschten Schnüfflern zu schützen. Deine Passwörter klug zu managen, ist der erste Schritt. Der zweite sollte eine Zwei-Faktoren-Authentifizierung (2FA) sein, wann immer möglich. Viele beliebte Online-Services bieten diese Sicherheits-Option an: Google, Apple, Dropbox, Amazon, WordPress, Facebook, Twitter, Instagram, Snapchat – um nur einige zu nennen. Die Zwei-Faktoren-Authentifizierung verleiht deinem Account eine Extra-Portion Sicherheit, Hacker können sich keinen Zutritt verschaffen, sogar wenn sie dein Passwort erschnüffeln.

Wenn du dich in einen Account, der mit 2FA gesichert ist, einloggst, wirst du zuerst wie gewohnt nach deinem Passwort gefragt. Zusätzlich wird aber auch ein Code via SMS an dein Mobiltelefon geschickt, den du dann ebenfalls noch eingeben musst. Textbasierte 2FA ist besser als nichts, sie kann allerdings ebenfalls gehackt werden. Aus diesem Grund solltest du in Erwägung ziehen, eine alternative Authentifizierungsmethode zu nutzen, beispielweise die Google Authentificator-App.

#3: Halte deine Software und Apps immer am aktuellen Stand

Viele Menschen tendieren dazu, Software-Updates immer wieder aufzuschieben. Damit solltest du ganz schnell aufhören! Updates beinhalten Software Security-Patches, die dein System vor Gefahren schützen. Deine Daten werden also angreifbar, wenn du Updates auslässt. Kannst du dich an die WannaCry-Ransomware erinnern, die 2017 mehr als 200.000 Computer lahmlegte – inklusive heikle Systeme in Krankenhäusern u. a.? Diese Cyberattacke hätte ganz einfach durch Updates verhindert werden können. Microsoft hatte zu diesem Zeitpunkt bereits ein entsprechendes Patch freigegeben. Es wurden also tatsächlich nur Geräte infiziert, die das Windows Update noch nicht durchgeführt hatten … Ein ganz klarer Fall von „Lektion gelernt“, würden wir mal sagen.

#4: Nutze die Vorteile eines virtuellen privaten Netzwerks (VPN)

Internet Service Provider haben die gesetzliche Erlaubnis, Daten aus dem Browsing-Verhalten ihrer User zu sammeln und zu Werbezwecken zu verkaufen. Wenn du Wert auf deine Privatsphäre legst, ist ein VPN also ein absolutes Muss. VPN übernehmen nämlich die Funktion eines sicheren und privaten Gateways zum Internet. Wenn du dich mit einem VPN verbindest, versteckt es deine echte IP-Adresse. Niemand, nicht einmal dein ISP, kann so sehen, welche Seiten du besuchst. Ergo können deine Daten auch nicht an den Höchstbietenden verkauft werden. VPN verschlüsseln auch deinen Internet-Verkehr, sodass deine persönlichen Daten vor Hackern und anderen unerwünschten Schnüfflern geschützt sind. Einen VPN zu verwenden ist übrigens keine große Wissenschaft. Die meisten Apps funktionieren ganz intuitiv und einfach – auch Computer-Laien haben überhaupt keine Probleme damit. Such‘ dir einfach ein bewährtes VPN aus, das einfach zu bedienen ist und vor allem auch eine No-Logs-Philosophie verfolgt.

#5: Sorge in öffentlichen WLAN-Netzwerken für deine Sicherheit

Wie oft hast du dich schon mit öffentlichen WLANs verbunden, um mal eben schnell etwas zu arbeiten oder bei einer gemütlichen Tasse Kaffee deine Social Media zu checken? Wir würden sagen, ganz schön oft – richtig? Aber wusstest du, dass öffentliche Hotspots extrem angreifbar für Hacking sind? Ganz genau: Cyber-Kriminelle sehen öffentliche WLAN-Netzwerke als wahre Goldminen, um persönliche Daten zu stehlen. Sie haben ihre ganz speziellen Methoden, wie zum Beispiel Wi-Fi-Sniffing, um sich in deine Internetverbindung einzuklinken und deine sensiblen Daten zu sammeln: Passwörter, Online-Banking-Daten, Adressen, Telefonnummern etc.

Mit einem VPN risikolos verbinden

Du solltest dir immer des Risikos bewusst sein, das eine Verbindung mit öffentlichen Hotspots leider mit sich bringt. Um auf der sicheren Seite zu bleiben und nicht Opfer eines Identitätsdiebstahls zu werden, hast du zwei Möglichkeiten: Du verbindest dich einfach nicht mit öffentlichen WLANs (was natürlich nicht gerade berauschend klingt) oder du verwendest eine VPN-App, um dich völlig ohne Risiko mit einem WLAN-Netzwerk zu verbinden. Wenn du dich mit einem virtuellen privaten Netzwerk verbindest, verfügst du über einen sicheren Internet-Zugang, den kein Hacker knacken kann. Du kannst dann also ganz gemütlich deinen Kaffee und dein Internet-Surfvergnügen genießen!

5 Tipps, um das Android Smartphone sicherer zu machen

Auf deinem Smartphone tummeln sich jede Menge sensible Daten. Die Chancen stehen nicht schlecht, dass dein Smartphone sogar mehr über dich weiß, als dein bester Freund. Genau deshalb ist es auch das Traumziel für Cyber-Kriminelle. Gehe nicht das Risiko ein, gehackt zu werden – folge lieber jetzt & sofort unseren 5 ultimativen Android-Sicherheitstipps.

#1: Stolpere nicht in die Gratis-WLAN-Falle

Das Internet ist eigentlich mittlerweile das Um und Auf eines Smartphones. Ok, das bisschen Telefonieren, aber selbst das funktioniert mit vielen Instant Messaging Apps bereits online. Immer online sein zu „müssen“ kann natürlich ein teurer Spaß werden. Es bietet sich also an, wann immer möglich, kostenlose Netze zu nutzen. Besonders, wo doch heute sowieso schon so viele Betriebe Gratis-WLAN anbieten: Kaffeehäuser, Einkaufszentren, Flughäfen, Bahnhöfe, Bibliotheken … Aber wie wir wissen: Alles im Leben hat seinen Preis – öffentliche WLAN-Netzwerk sind extrem anfällig für Hacking!

Sogar für Amateure leicht zu hacken

Die traurige Wahrheit ist: Du bist niemals sicher, während du ein öffentliches WLAN nutzt. Cyber-Kriminelle haben ihre ganz eigenen Methoden, deine privaten Daten zu stehlen während du gerade nichtsahnend auf Facebook postest oder ein Sales-Schnäppchen beim Latte-Schlürfen ergatterst. Die gebräuchlichsten Strategien sind der Man-in-the-Middle-Angriff, Fake-Hotspots und Wi-Fi Sniffing. Sogar für einen Amateur-Hacker ist ein ungesichertes Netzwerk nicht besonders schwer zu knacken. Du könntest deine Bankdaten, Passwörter, persönliche Files und andere sensible Daten also in Sekundenschnelle los sein.

VPN schützt auch am Smartphone

Aus diesem Grund ist eine VPN App ein absolutes Must-have für dein Android Smartphone. Ein VPN rettet dir den Tag, indem es deine Online-Aktivitäten durch Verschlüsselung sicher vor Schnüfflern macht. Das Beste daran ist, dass du öffentliches Wi-Fi für problemlos nutzen kannst, ohne Angst vor Datenklau zu haben. Um die bestmögliche Internet-Privatsphäre zu erhalten, solltest du eine vertrauenswürdige VPN-App wählen, die keine Logs führt, einfach handzuhaben ist und gleichzeitig über hochentwickelte Sicherheits-Features verfügt – wie beispielsweise die NordVPN App für Android. Sie bietet auch eine automatische VPN-Verbindung in WLAN-Netzwerken für mühelose Sicherheit in drahtlosen Netzwerken. Du kannst die NordVPN App im Rahmen eines siebentägigen Testabos praktischerweise einfach mal ausprobieren.

#2: Lade deine Apps nur im Play Store herunter

Apps aus inoffiziellen Quellen zu installieren ist riskant, da du dir im Handumdrehen Malware einfangen kannst. In der Android-Welt wird das Downloaden außerhalb des Play Stores als „Sideloading“ bezeichnet, es wird durch die Installation von Files im APK-Format implementiert. Um immer auf der sicheren Seite zu bleiben, sollte der Google Play Store deine einzige Bezugsquelle für Apps sein. Google unterzieht alle Apps einem strengen Screening und Prüfverfahren und es sollten ausschließlich glaubwürdige Apps in den Store kommen. Nichtsdestotrotz versuchen Hacker ohne Unterlass, ihre bösartigen Apps in die offiziellen App-Stores zu bringen und manchmal haben sie damit auch Erfolg. 2017 entfernte Google unglaubliche 700.000 fragwürdige Apps aus dem Play Store und kündigte verbesserte Modelle zum Aufdecken krimineller Entwickler an. Im Ursprungszustand hat Android die Sideloading-Option deaktiviert. Falls du diese Einstellung geändert hast, kannst du das folgendermaßen rückgängig machen: Einstellungen > Erweiterte Einstellungen > Sicherheit > Unbekannte Quellen.

#3: Beachte App-Freigaben

Ein weiterer Vorteil von Apps aus dem Play Store ist folgender: Du kannst dir vor dem Download die Freigaben anschauen, die eine App benötigt. Lasse diesen Schritt niemals aus und nimm dir ein paar Sekunden, um zu prüfen, ob dir nicht doch etwas Ungewöhnliches auffällt, bevor du den „Installieren“-Button drückst.

Auf den ersten Blick scheinen manche der erforderlichen Freigaben unzusammenhängend, beispielsweise der Zugang zu deiner Kamera für eine Instant-Messaging-App. Aber der Grund dahinter kann völlig legitim sein – um Fotos oder Videos zu senden, Video-Calls zu machen … Wie auch immer, wenn eine Taschenlampen-App Zugriff auf deine Kontakte verlangt, sollten bei dir alle Alarmglocken läuten. In so einem Fall könnte es sich tatsächlich um bösartige Inhalte handeln – diese App also keinesfalls downloaden.
Android ermöglicht dir, deine App-Freigaben auch nach erfolgter Installation zu managen. Hierfür gehe zu Einstellungen > Apps > (Suche eine App aus) > Freigaben. Auch wenn eine App Zugriff auf etwas benötigt, das du nicht freigegeben hast, wirst du gesondert um deine Zustimmung (oder Ablehnung) gefragt.

#4: Hör damit auf, deinen Standort bekanntzugeben

Viele coole Apps sind an Standort-Services gebunden. Standort-Daten sind einige der intimsten Daten, die du teilen kannst. Also denk lieber zwei Mal darüber nach, ob es gewisse Funktionalitäten wirklich wert sind, deine Privatsphäre aufzugeben.

Es gibt Apps, die komplett standortbezogen arbeiten, beispielsweise Google Maps. Auf der anderen Seite könnten einige Apps deinen Standort dazu nutzen, dich zu tracken und dein Datenprofil zu kreieren, ohne dass du davon weißt.

Gibt es einen Kompromiss? Natürlich. Android gibt dir die Möglichkeit, deinen Standort in einer von dir gewählten Genauigkeit zu teilen. Folgende Optionen sind möglich:

  • GPS, Wi-Fi und mobile Netze (hohe Genauigkeit)
  • Wi-Fi und mobile Netze (Batterie sparend)
  • nur GPS (nur Smartphone)

Wähle den Standort-Modus, der dir entspricht wie folgt: > Einstellungen > Erweiterte Einstellungen > Standort. Hier kannst du den Standort-Zugang auch komplett deaktivieren. Auf Android 6.0 und darüber kannst du ihn per App deaktivieren. Also wenn du zufällig feststellst, dass deine Taschenlampen-App (immer wieder diese Taschenlampen …) aus unbekannten Gründen deinen Standort verwendet, gehe zu Einstellungen > Apps > (Suche eine App aus) > Freigaben.

#5: Lasse niemals ein Update aus

Der kürzest Tipp – aber der wichtigste! Android Updates liefern dir nicht nur neue Features, sondern auch Fehlerbehebungen und Patches für Sicherheitsschwachstellen. Darum solltest du diese Updates niemals auslassen! Dieselbe Regel gilt für deine installierten Apps. Der leichteste Weg, immer am aktuellsten Sicherheits-Stand zu bleiben, ist das Ausschalten der automatischen Updates via Wi-Fi – und das funktioniert so: Google Play Einstellungen > Allgemein > Auto-Update Apps.

Server von VPN-Provider durch Polizei beschlagnahmt

Sachen gibt’s: Beim VPN-Provider Perfect Privacy hat die Polizei zwei Server beschlagnahmt – der Grund dafür ist geheim. Klingt abwegig? Nicht wirklich: VPN sind eine großartige Methode für Leute wie dich und mich, ihre Privatsphäre und Sicherheit im Web zu erhöhen. Aber es gibt durchaus andere, weniger „korrekte“ Gründe für die Nutzung eines VPN. Auch Kriminelle schätzen die Online-Anonymität. So werden VPN immer wieder mit Verbrechen in Verbindung gebracht. Das Ergebnis ist, dass VPN regelmäßig in polizeilichen Untersuchungen von Online-Kriminalität auftauchen. Und genau das scheint auch Perfect Privacy passiert zu sein.

Server direkt beim Hosting-Provider mitgenommen

Die Behörden haben sich nicht direkt an den VPN-Provider gewandt, sondern die Server mit Standort Rotterdam beim Hosting-Provider I3D beschlagnahmt. Dass die Server nicht Ort kopiert wurden, erklärt Perfect Privacy so: „Der Grund, dass die Server aus dem Rechenzentrum mitgenommen wurden war, dass das Speichern mehrere Stunden gedauert hätte. Die Beamten wollten aber nicht solange im kühlen Rechenzentrum warten.“ Ein paar Tage später wurden die Server dann auch wieder von der Polizei retourniert.

No-Logging-Philosophie: Datenkompromittierung unwahrscheinlich

Server von der Polizei beschlagnahmt – da läuten bei dir alle Alarmglocken im Hinblick auf die gepriesene VPN-Privatsphäre? Diese Bedenken konnte der betroffene VPN-Provider allerdings zerstreuen: Wie viele VPN verfolgt Perfect Privacy eine strikte No-Logging-Philosophie durch RAM-Server, die über keinerlei statische Speichermedien verfügen. Es werden also keine Daten gelogged. Dementsprechend konnten auch keine User-Daten durch die Server-Beschlagnahmung komprimiert werden, so das Unternehmen. Und wahrscheinlich hatte auch die Polizei nicht viel Glück bei ihrer Suche – nach was oder wem auch immer …

Abmahnungen wegen „Streaming“ – kann ein VPN dich davor schützen?

Abmahnungen stellen derzeit ein großes Schreckgespenst für viele Streaming-Fans dar. Ist Streaming mittlerweile wirklich illegal? Und kannst du dafür tatsächlich belangt werden? Aber vor allem: Kann dir ein VPN dabei helfen, dich vor Abmahnungen zu schützen? Diese und weitere Fragen möchten wir dir hier ganz ausführlich beantworten.

Wie ist Streaming eigentlich definiert?

Zuerst einmal zu den Basics: Streaming bedeutet, dass du dir Filme etc. über das Internet auf deinem eigenen Gerät ansiehst, die Daten aber nicht mit noch jemand anderem teilst. Damit verfolgst du keine gewerblichen oder geschäftlichen Zwecke, sondern nur deine eigenen, privaten. Da manche dieser Filme etc. urheberrechtlich geschützt sind, sind Haftungsansprüche – eben z. B. Abmahnungen – von Dritten tatsächlich möglich.

Was hat es mit Abmahnungen auf sich?

Seit dem Urteil des Europäischen Gerichtshof im Jahr 2017 machen sich Anwälte oft einen Sport daraus, auch ungerechtfertigte, kostenpflichtige Abmahnungen fürs Streamen zu verteilen. Anstatt zu klagen, bieten diese Anwälte eine Abschlagszahlung an, die durchaus an die 1.000 Euro betragen kann. Denn in Deutschland ist es erlaubt, sich bei urheberrechtlichen Streitthemen (wozu Streaming zählt) außergerichtlich zu einigen. Durch deine IP-Adresse bist du auch nicht anonym und eine solche Abmahnung kann dir zugestellt werden.

Keine Behörden im Spiel: Streaming fällt ins Zivilrecht

Abmahnungen wegen Streaming zählen zum Zivilrecht, nicht zum Strafrecht. Das heißt, dass ein privater Anwalt sie versucht durchzusetzen, um damit gutes Geld zu verdienen. Behörden, Polizei oder Staatsanwaltschaft haben ihre Finger dabei nicht im Spiel. Es ist auch bis dato noch nie passiert, dass einem Kläger tatsächlich Schadenersatz für reines, privates Streaming zugesprochen wurde. Und es entspricht auch nicht der Wahrheit, dass staatliche Behörden auf Internet-Provider Druck ausüben können, um Daten herauszugeben.

So funktioniert eine Streaming-Abmahnung in Deutschland

Im Folgenden findet ihr eine detaillierte Ablaufbeschreibung für den Abmahnungs-Vorgang in Deutschland. Nutzer in Österreich und der Schweiz sind davon bis dato NICHT betroffen, weil in diesen Ländern ein unbewiesener Verdacht nicht für einen Gerichtsbeschluss zur Ausforschung von privaten Daten ausreicht.

Wie kann ich als Streaming-Nutzer überhaupt ausgeforscht werden?

Durch deine IP-Adresse ist prinzipiell nachverfolgbar, wer du bist. Allerdings können diese Daten aufgrund der Gesetzeslage nur in Deutschland ausgehoben werden. Aber das dafür relativ einfach: Ein Anwalt kann eine Verfügung zur Herausgabe deiner Daten völlig ohne Beweise bei Gericht beantragen. Meist bekommt er diese auch und kann damit beim jeweiligen Internet-Provider die Daten fordern.

Sicherheitsfaktor VPN: So schützt du dich vor Abmahnungen

Klingt nicht so ungefährlich, oder? Gut, dass es Möglichkeiten gibt, derartige Abmahnungen zu verhindern. Wie bereits geschrieben, ist der Vorgang einer Abmahnung nur in Deutschland möglich Sobald deine IP-Adresse keine deutsche, sondern eine fremdländische ist, bist du aus dem Schneider. Eine Ausforschung deiner Daten auf zivilrechtlichen Wege ist dann nicht mehr möglich. Sie kann weder beantragt noch bei Gericht eingereicht werden. Damit wären wir auch schon beim Abmahnungs-Wundermittel VPN: Entscheide dich ganz einfach für einen VPN-Dienst, der im Idealfall nicht in Deutschland beheimatet ist und dich vor allem zu einem VPN-Standort in einem anderen Land verbindet – beispielsweise nach Russland oder in die Schweiz. Noch nie ist es einem Anwalt gelungen, einen VPN-Dienst im Ausland zur Herausgabe von Kundendaten für eine Abmahnung wegen privaten Streamings zu zwingen. Genauso wenig stimmt es, dass Logfiles eines VPN-Services zur Ausforschung von Nutzern verwendet werden dürfen.

Kurz gesagt: Wenn du ein VPN-Service verwendest, dass seinen Sitz nicht in deiner Heimat hat und dir die Verwendung einer ausländischen IP-Adresse anbietet, bist du jedenfalls vor einer Ausforschung deiner Daten sicher. Eine Abmahnung könnte dir so gar nicht zugestellt werden.

Strafrechtliche Delikte sind hiervon ausgenommen & werden verfolgt!

Ausforschungen für rein zivilrechtliche Abmahnungen sind das eine. Handelt es sich um einen strafrechtlichen Tatbestand so ist eine Ausforschung aber klarerweise auch außerhalb Deutschlands möglich. Strafrechtliche Delikte können zum Beispiel die bewusste Schädigung des Urhebers oder die geschäftsmäßige Verwendung bzw. Veröffentlichung von urheberrechtlich geschützten Daten sein – besonders, wenn hier unrechtmäßig Geld damit verdient wird. Also Aktivitäten, die du als normaler Nutzer hoffentlich nicht setzt. In solchen Fällen schalten sich dann aber die Behörden ein. Aber auch hier kommt es immer noch darauf an, ob es entsprechende Abkommen gibt und im jeweiligen Land eine Datenspeicherung vorgesehen ist bzw. die lokalen Datenschutzgesetze nichts Gegenteiliges bestimmen. Das EU-Gerichts-Urteil, das 2017 durch die Medien gegangen ist, bezieht sich ebenfalls auf derartige gewerbsmäßige und damit unerlaubte Urheberrechtsverletzungen. Wenn du einfach nur ganz gemütlich privat Videos streamst und diese nicht teilst, betrifft dich dieses Urteil nicht.

Unsere Empfehlungen für die besten VPN-Dienste sind hier.

Was tun, wenn tatsächlich eine Abmahnung in deinen Briefkasten flattert?

Zu guter Letzt noch unsere Antwort auf diese sehr unangenehme Frage. Wenn du keinen VPN-Service nutzt bzw. einen inländischen, kann dir theoretisch eine Abmahnung zugestellt werden. Erfahrungsgemäß sind diese Schriftstücke richtig schön einschüchternd formuliert. ABER: Du entscheidest, ob du der Zahlungsaufforderung nachkommst. Die Abmahnung enthält weder bewiesene noch richterlich geprüfte Aussagen; hinter ihr steht KEIN Gericht.

Und wenn du nicht bezahlst?

Wenn du dich dazu entschließt, die Abmahnung zu ignorieren wäre der nächste Schritt des Anwaltes theoretisch eine Klage wegen Schadenersatzes. Dafür muss er dem Gericht bei einer Verhandlung aber Belege zeigen und auch den Schaden beziffern. Und das ist nicht wirklich leicht: Wenn du privat zuhause ein Video gestreamt hast, wie hoch soll dann der Schaden gewesen sein? Außerdem müsste dir in einer Gerichtsverhandlung nachgewiesen werden, dass du wissentlich Inhalte gestreamt hast, die nur durch eine Urheberrechtsverletzung gezeigt werden konnten. Ganz schön tough, oder?

Nichts destotrotz, unsere Empfehlung lautet ganz klar: Lass es nicht darauf ankommen, entscheide dich für einen passenden VPN-Dienst, der deinen Streaming-Genuss nicht durch das Schreckgespenst Abmahnung mindert!