Überwachung via Handy – Ist der Staat ein Cyberkrimineller?

Das klassische ausspionieren der BND und CIA ist seit der Enthüllung 2013 bekannt. Nutzer sind seitdem sicherer und auch Unternehmen verschlüsseln ihre Daten immer mehr. Doch Regierungen haben heutzutage auch immer mehr Möglichkeiten zur Überwachung.

Überwachung auf Whatsapp
Überwachung auf Whatsapp

Sicherheitslücken in Whatsapp werden bewusst zur Überwachung offen gelassen

Der Messenger von Facebook „Whatsapp“ ist ein sehr gutes Beispiel für Überwachung. Wir nutzen es viel und sogar ein Großteil unserer Kommunikation passiert via Smartphone. Oft lassen sich sogar Bewegungsprofile von einzelnen Personen erstellen.

Bekannte Staatliche Akteure sind das deutsche Unternehmen Finfisher oder die NSO Group. Sie haben sich darauf spezialisiert, Sicherheitslücken in Whatsapp zu suchen und dann die Daten von Geräten auszulesen. Sie bieten ebenfalls eine Software zur Bespitzelung für Interessierte an. Die NSO Group half damals dem saudischen Staat den Journalisten Jamal Khashoggi auszuspionieren bevor er gefunden und getötet wurde.

Überwachung: Auch in Österreich eine zukünftige Vorgehensweise

Sofern es sich um eine schwere Straftat handelt, soll es zukünftig auch in Österreich so gehandhabt werden. Die Möglichkeiten eine Spionage-App auf einem Zielgerät zu installieren sind vielfältig. Nachrichtendienste hingegen setzen auf Fake E-Mails. Sie hoffen, dass das Ziel auf die angehängte Datei oder den Link klickt. Klares Phishing. Durch das anklicken des Links kann eine Schadsoftware auf dem Gerät installiert werden und somit die Gerätedaten abgesaugt werden.

Der Bewegungsverlauf spielt ebenso eine große Rolle. Mit der Hilfe von Google Maps können Standorte nachvollzogen werden und ein Verlauf erstellt werden. Außerdem können auch Funkzellen abgefragt werden, um Geräteinformationen sammeln zu können. Die Überwachung der Handys kann man fast überall finden.

Seitdem es in Österreich das Überwachungspaket gibt, sind auch IMSI-Catcher reguliert, welche Smartphones Mobilfunk-Verbindungen vortäuschen, um Daten zu sammeln oder Geräte abzuhören.

Telekomanbieter werden gezwungen, die Daten offenzulegen

Telefonate oder SMS abhören ist das leichteste Spiel. Es werden Telekomanbieter von Behörden gezwungen, die Kommunikation der Kunden offenzulegen. Auch in Österreich ist das unter Umständen möglich. Der sogenannte „Quick Freeze“ verpflichtet Anbieter bei einem Anfangsverdacht, Daten von Kunden bis zu zwölf Monate zu speichern. Wenn die Staatsanwaltschaft dem zustimmt, können Behörden darauf zugreifen.

Staatliche Cyberkriminalität: Zur Massenüberwachung ist es nur mehr ein Katzensprung

Der Besuch einer bloßen Webseite reicht aus, um ein Smartphone mit vielen Exploits zu infizieren. Erst kürzlich gab es zu dem hoch brisantem Thema des Coronavirus eine perfekt geplante Malware. Man musste nur auf ein Infomationsvideo klicken und schon hat man sich den Virus eingefangen. So schnell kann es heutzutage gehen und die Daten sind ungeschützt.


Erstellt am:18. Februar 2020

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