Welche kostenlosen VPN Anbieter sind empfehlenswert? Vergleichen

Wer einen VPN-Service auch kostenlos verwenden möchte, der hat keine große Auswahl. Die meisten Anbieter haben zwar auch Gratis-Lockangebote aber kaum einer bietet seinen Service auch auf Dauer kostenfrei an. Dies hat auch mit den erheblichen Aufwänden zu tun, welche ein VPN-Service bedarf, und dabei wachsen anders als bei den Anbietern reiner Softwarelösungen, die Aufwände auch mit jedem weiteren Nutzer.

1) VPN ist ein Service und keine kopierbare Softwarelösung.

Dazu musst Du verstehen, dass ein VPN-Service im Grunde den Nutzern betriebsbereite VPN-Server zur Nutzung anbietet. Diese sind je nach Nutzeranzahl dann auch entsprechend groß dimensioniert. Zu den Aufwendungen die ein Server benötigt, zählen die Hardware, Stromkosten, Internetzugang (Internationales Datenvolumen wird pro Terrabyte oder auch nach Bandbreite abgerechnet), Mietkosten für einen Standort und dazu auch noch Wartungskosten. Je mehr Nutzer einen Serverstandort verwenden, desto höher fallen die monatlichen Kosten dafür aus. VPN-Service bieten zudem VPN-Server in verschiedenen Ländern, und je größer diese Auswahl ist, desto größer werden ebenso die Aufwendungen.

Je mehr Nutzer, desto teurer wird der Betrieb eines VPN-Services!

2) Kostenlose VPNs haben immer Einschränkungen in der Nutzung

Dazu kommt, dass kostenfreie Services auch keine wirkliche Möglichkeit haben, die Nutzer zu sperren oder Missbrauch zu ahnden. Daher werden kostenfreie Services niemals “unlimitiert” und mit “voller Bandbreite” alle Services anbieten können. Die typischen Einschränkungen betreffen daher die Standortauswahl, eine limitierte Geschwindigkeit pro Nutzer, als auch eine limitierte Nutzungsdauer mit Zwangstrennungen. Dazu kommt, dass die Anbieter die realen IP-Adressen der Nutzer aus zivilrechtlichen Haftungsgründen speichern und bei Anfragen wegen Urheberrechtsverstößen oder auch behördlichen Ausforschungen ungeschützt weiter geben.

Gratis-Services haben Einschränkungen die die Nutzung stark beeinflussen.

3) Du vertraust dem Service alle Deine Daten an.

Es gibt keinen anderen Weg, sofern man einen VPN-Service verwendet, als den Betreiber am Ende alle Daten die man überträgt anzuvertrauen. Dazu kommen natürlich auch schwarze Schafe, welche das blinde Vertrauen vieler Anwender nutzen und die empfangenen Daten bewusst manipulieren. Drrüber lassen sich dann Passwörter und Zugänge ebenso ausspionieren, wie auch die Geräte der Nutzer mit Trojanern oder andere Schadsoftware zu infizieren. Daher ist es stets wichtig, dabei möglichst achtsam zu sein. Solltest Du eine App oder einen Service finden, welcher verspricht “kostenlos” Dir den Service zur Nutzung zu überlassen, dann achte noch BEVOR Du den Service installierst darauf, dass die Impressums-Daten auch eine direkte Kontaktmöglichkeit aufweisen. Im Zweifel überprüfe die Angaben die dort getätigt werden, indem Du den Anbieter anrufst oder kontaktierst. Sollte es keine vollständigen Impressums-Daten geben, so solltest Du immer misstrauisch sein, denn ein Unternehmen welchem Du vertrauen musst, sollte selbst den Anwendern gegenüber transparent sein.

4) Proxy, SmartDNS und VPN sind unterschiedliche Dinge!

Einen häufigen Fehler machen viele, wenn sie denken, dass ein Proxy das selbe wie ein VPN-Service ist.

Proxy-Server

Genau genommen sind mehr als 9 von 10 kostenlosen Proxies durch Hacker mit dem Ziel erstellt und veröffentlicht, um Nutzerdaten zu stehlen, die benutzten Geräte für eine spätere Übernahme zu präparieren oder direkt damit Betrügereien durchzuführen. Also wer einen “Proxy” verwendet muss aufgrund der “Stellvertreterprosition” dieser Services diesem auch zu 101% vertrauen können. Kostenlose Proxies sind damit im Internet die größte bekannte Gefahr für Datendiebstahl. Proxy können nur über den Browser verwendet werden und es werden darüber auch nur die Daten des browser gesendet und empfangen.

Smart-DNS

Durch diese DNS Dienste lassen sich zwar lokale Sperren umgehen, allerdings lässt sich deshalb aber die eigene IP-Adresse nicht verschleiern. Nutzer von Smart-DNS Diensten nutzen daher stets weiterhin Ihre eigene IP-Adresse. Daher auch wenn sich damit Inhalte aus anderen Ländern sehen lassen, es hat keinen Einfluss auf den Schutz der eigenen Identität.

VPN Services

Agieren als Router von Daten und ermöglichen verschlüsselte Verbindungen zu VPN-Servern, welche sich an verschiedenen internationalen Standorten befinden. Damit nutzt man dann für alle Daten welche das eigene Gerät verlassen oder empfangen den VPN-Server zur Anonymisierung und Datenweiterleitung.

5) Kostenlose VPN-Anbieter

Shellfire VPN

Der deutsche Anbieter lässt die Nutzer mit dem kostenfreien Tarif zwischen zwei Standorten (USA + Deutschland) wählen, limitiert die Nutzung allerdings auf die eigene Softwareanwendungen und auf eine maximale Geschwindigkeit von 1.000kbit/s. Damit kann man den Service verwenden um auch im Ausland auf deutsche Inhalte zuzugreifen, allerdings sind Streaming oder Videos damit nicht wirklich brauchbar zu nutzen, es fehlt einfach im kostenlosen Tarif an der notwendigen Geschwindigkeit. Dafür gibt es aber sonst kaum Limitierungen zu beachten, solange man die Apps/Anwendungen von Shellfire verwendet. (Kein Routerbetrieb möglich)

Onion-Projekt (TOR Browser)

Mit dem Onion-Projekt wurde das aus den Medien auch bekannte “Darknet” ermöglicht, indem die Nutzer möglichst anonym bleiben können. Allerdings wurden internationale Strafverfolgungsbehörden darauf aufmerksam und soweit man es heute behaupten kann, bietet TOR eine sehr hohe aber nicht zu 100% gegebene Sicherheit. Bei dem TOR-Browser handelt es sich um einen Firefox, welcher mit der Verbindungserstellung mit dem Onion-Netzwerk erweitert wurde. Dabei werden die Daten vom Nutzer über 4 verschiedene andere TOR-Nutzer oder Gateways geleitet. Das hilft um eine sehr gute “Anonymität” zu erreichen, allerdings macht es die Datenverbindung auch langsam. Videostreaming oder Downloads sind damit nicht wirklich ideal. Dazu kommt, dass man sich im Normalfall den Standort der für die Nutzung verwendeten IP-Adresse (Land) nicht aussuchen kann. TOR-IP-Adressen werden von vielen Webseiten blockiert, aufgrund vieler Betrugsfälle in der Vergangenheit damit. Daher sollte man TOR niemals nutzen um PayPal Zahlungen durchzuführen, Online-Banking zu nutzen oder um mit Kreditkartenzahlung zu operieren. Die Anbieter könnten den Nutzer aufgrund von Betrugsverdacht kurzfristig sperren und aufwendige Entsperrverfahren können das Resultat dann sein. Außer den angeführten Einschränkungen gibt es aber kaum Limtierungen bei der Nutzung.

VPNbook

Der Betreiber von VPNbook bietet freie VPN-Server zur Nutzung an, man muss dazu allerdings freie Software für OpenVPN verwenden. Der Benutzername und das Passwort werden regelmässig abgeändert und zwingen die Nutzer daher die Daten erneut auf der Webseite zu erfragen. Die verwendeten Server sind dazu sehr klein dimensioniert, was zur Folge hat, dass der Service kaum wirklich schnell genug verwendbar ist. Kein Wunder wenn man bedenkt, dass eben zehntausende Nutzer stets versuchen die selben Server zu verwenden. Die Folge sind ebenso häufige Unterbrechungen oder Abbrüche. Der Anbieter protokolliert die IP-Adressen der Nutzer und gibt diese bei Anfragen wegen DMCIA oder auch von Behörden ohne eine weitere Information zu den betroffenen Nutzern weiter. Man kann dafür aber aus Servern in Deutschland, Großbritannien und den USA wählen. Weiters hat der Anbieter kein wirkliches Interesse daran selbst seine Daten offen zu legen, es gibt also weder ein Impressum noch damit eine Möglichkeit den Anbieter wegen Schadensersatz oder Rückfragen zu kontaktieren. Die vorgeschobene Erklärung, welche der Anbieter für die “Kostenfreiheit” angibt (Werbeeinnahmen) sind nicht glaubhaft, vermutlich wir der Service durch einen Geheimdienst oder eine andere staatliche Institution bewusst betrieben.

 


Erstellt am:31. Dezember 2018

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