Server von VPN-Provider durch Polizei beschlagnahmt

Sachen gibt’s: Beim VPN-Provider Perfect Privacy hat die Polizei zwei Server beschlagnahmt – der Grund dafür ist geheim. Klingt abwegig? Nicht wirklich: VPN sind eine großartige Methode für Leute wie dich und mich, ihre Privatsphäre und Sicherheit im Web zu erhöhen. Aber es gibt durchaus andere, weniger „korrekte“ Gründe für die Nutzung eines VPN. Auch Kriminelle schätzen die Online-Anonymität. So werden VPN immer wieder mit Verbrechen in Verbindung gebracht. Das Ergebnis ist, dass VPN regelmäßig in polizeilichen Untersuchungen von Online-Kriminalität auftauchen. Und genau das scheint auch Perfect Privacy passiert zu sein.

Server direkt beim Hosting-Provider mitgenommen

Die Behörden haben sich nicht direkt an den VPN-Provider gewandt, sondern die Server mit Standort Rotterdam beim Hosting-Provider I3D beschlagnahmt. Dass die Server nicht Ort kopiert wurden, erklärt Perfect Privacy so: „Der Grund, dass die Server aus dem Rechenzentrum mitgenommen wurden war, dass das Speichern mehrere Stunden gedauert hätte. Die Beamten wollten aber nicht solange im kühlen Rechenzentrum warten.“ Ein paar Tage später wurden die Server dann auch wieder von der Polizei retourniert.

No-Logging-Philosophie: Datenkompromittierung unwahrscheinlich

Server von der Polizei beschlagnahmt – da läuten bei dir alle Alarmglocken im Hinblick auf die gepriesene VPN-Privatsphäre? Diese Bedenken konnte der betroffene VPN-Provider allerdings zerstreuen: Wie viele VPN verfolgt Perfect Privacy eine strikte No-Logging-Philosophie durch RAM-Server, die über keinerlei statische Speichermedien verfügen. Es werden also keine Daten gelogged. Dementsprechend konnten auch keine User-Daten durch die Server-Beschlagnahmung komprimiert werden, so das Unternehmen. Und wahrscheinlich hatte auch die Polizei nicht viel Glück bei ihrer Suche – nach was oder wem auch immer …

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